Satzung des Wulftener Karneval Club e.V.

A.            Allgemeines

§ 1       Name und Sitz des Vereins

Der Wulftener Karneval Club e.V. (WKC) wurde am 30.10.1992 gegründet. Der Verein hat seinen Sitz in Wulften und ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Göttingen unter der Nummer 170241 eingetragen.

§ 2       Zweck des Vereins

a.)        Zweck des Vereins ist die Pflege, Förderung und Erhaltung der Tradition des Karneval in Wulften. Die Mitglieder des WKC, insbesondere die Jugendlichen, sollen zur Entwicklung und Steigerung Ihrer gemeinschaftlichen Fähigkeiten angeregt werden.

b.)        Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

c.)        Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

d.)        Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

e.)        Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Gemeinde Wulften, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 2 Abs. a zu verwenden hat.

§ 3           Geschäftsjahr und Erfüllungsort

Das Geschäftsjahr beginnt am 01. April und endet am 31. März eines jeden Jahres. Erfüllungsort für gegenseitige Ansprüche ist Wulften.

B.            Mitgliedschaft

§ 4       Erwerb der Mitgliedschaft

Mitglied kann jede Person werden. Der Aufnahmeantrag ist schriftlich einzureichen. Mit dem Antrag erkennt der Bewerber für den Fall seiner Aufnahme die Satzung des WKC an. Der Vorstand, der insoweit die Befugnisse auf den Vorsitzenden oder den stellvertretenden Vorsitzenden übertragen kann, entscheidet über die Aufnahme.

§ 5       Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind berechtigt, an Veranstaltungen teilzunehmen. Sie haben die Pflicht, das Ansehen und die Interessen des WKC in jeder Hinsicht zu wahren und durch angemessenes und rücksichtsvolles Verhalten zu einem harmonischen Vereinsleben beizutragen.

§ 6            Beiträge und sonstige Pflichten

a.)        Alle Mitglieder haben einen Monatsbeitrag zu entrichten, der jährlich eingezogen wird. Die Höhe dieser Beiträge setzt die Mitgliederversammlung fest.

b.)        In besonderen Fällen kann der Vorstand Beiträge und Umlagen ermäßigen oder erlassen.

c.)        Für die Beiträge und sonstigen Verpflichtungen minderjähriger Mitglieder haften deren gesetzliche Vertreter.

§ 7           Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt, Streichung aus der Mitgliederliste oder Ausschluß.

§ 8       Austritt

a.)        Der Austritt aus dem WKC kann nur zum Ende eines jeden Quartals erfolgen. Die Erklärung muß schriftlich an den Vorstand erfolgen.

b.)        In Härtefällen kann der Vorstand eine abweichende Regelung treffen.

§ 9           Streichung aus der Mitgliederliste

Mitglieder, die Beiträge und Forderungen über den Schluß des Geschäftsjahres hinaus nicht entrichtet haben, werden schriftlich gemahnt. In der Mahnung muß auf die bevorstehende Streichung aus der Mitgliederliste hingewiesen werden.

Nach zweimaliger erfolgloser Mahnung können sie durch Beschluß des Vorstandes aus der Mitgliederliste gestrichen werden.

§ 10            Ausschluß

Ein Mitglied kann aus dem WKC ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Interessen des Vereins gröblich verstößt. Ein solcher Verstoß liegt insbesondere dann vor, wenn das Mitglied gröblich

a.)        die innere Ordnung des WKC gestört
oder
b.)        dem Ansehen des Vereins geschadet

hat.

Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand. Dem betreffenden Mitglied ist zuvor Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Gegen die schriftlich begründete Entscheidung des Vorstandes über den Ausschluß kann das betroffene Mitglied innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Ältestenrat schriftlich Beschwerde einlegen.

Bis zur Entscheidung durch den Ältestenrat ruht die Mitgliedschaft.

C.            Vereinsorgane

§ 11     Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

a.)            die Mitgliederversammlung

b.)            der Vorstand

c.)            der Ältestenrat

§ 12     Die Mitgliederversammlung

a.)        Zum Schluß eines jeden Geschäftsjahres ist eine ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) abzuhalten. Sie wird durch schriftliche Mitteilung einberufen. Die Einberufung muß mindestens zwei Wochen vor dem Versammlungstermin erfolgen. Anträge zur Tagesordnung müssen spätestens eine Woche vor dem Versammlungstermin schriftlich beim  ersten Vorsitzenden eingegangen sein.

b.)        Soweit diese Satzung keine andere Regelung trifft, bedürfen Beschlüsse der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

c.)           Stimmberechtigt sind alle Mitglieder, die das 14. Lebensjahr vollendet haben.

d.)        Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind zu protokollieren. Die Protokolle sind vom Protokollführer und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen.

e.)        Die Jahreshauptversammlung beschließt über:

w           die Genehmigung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung

w           die Entlastung des Vorstandes

w           alle Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung

f.)         Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Er muß sie einberufen, wenn mindestens 10 % der stimmberechtigten Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung verlangen. Die Vorschriften über die Einladungsfristen gelten entsprechend. Anträge zur Tagesordnung können nicht gestellt werden.

g.)        Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat die Rechte und Pflichten der ordentlichen Mitgliederversammlung (JHV); jedoch können Beschlüsse nur über die in der Tagesordnung angegebenen Punkte gefaßt werden.

§ 13           Abstimmungen und Wahlen

a.)        Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mittels Abstimmung gefaßt. Ist der Antrag zur Beschlußfassung formuliert, so kann jeweils ein Mitglied für oder gegen den Antrag sprechen. Das Wort erteilt der Versammlungsleiter.

Ein Antrag ist – soweit einzelne Bestimmungen dieser Satzung nichts Anderes regeln – angenommen, wenn die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen für den Antrag votieren. Bei Stimmengleichheit ist ein Antrag abgelehnt. Enthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

Die Beschlußfassung erfolgt grundsätzlich durch Abstimmung mittels Handzeichen. Auf Antrag eines Mitgliedes muß geheim abgestimmt werden.

b.)        Der Versammlungsleiter kann eine Abstimmung mittels Handzeichen durch schriftliche Abstimmung wiederholen lassen, wenn das Ergebnis der Abstimmung nicht eindeutig ermittelt werden kann.

c.)        Die Wahlen leitet der erste oder der zweite Vorsitzende.

Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Erhält kein Bewerber die erforderliche Anzahl der Stimmen, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen erhält. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los.

d.)           Gewählt werden kann jedes Mitglied, das sein 14. Lebensjahr vollendet hat; soweit in den folgenden Bestimmungen nichts Abweichendes geregelt ist.

e.)        Wahlen zum Vorstand, zum Ältestenrat und zum Festausschuß erfolgen grundsätzlich durch Abstimmung mittels Handzeichen. Auf Antrag eines Mitgliedes muß geheim abgestimmt werden. Die Wahl „en Block“ ist auf Antrag aus der Versammlung zulässig.

§ 14           Vorstand

a.)        Der geschäftsführende Vorstand  (Vorstand) besteht aus:

w           1. Vorsitzende(r)
w           2. Vorsitzende(r) als ständigen Vertreter(in) des/r 1. Vorsitzende(n)
w           Kassenwart(in)
w           Schriftführer(in)
w           dem Hauptmann

In den geschäftsführenden Vorstand können nur Mitglieder gewählt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes werden in wechselndem Rhythmus für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

1. Vorsitzende(r), 2. Vorsitzende(r), Schriftführer(in) sowie Kassenwart(in) und Hauptmann sollen nicht gemeinsam in einer Jahreshauptversammlung gewählt werden, sondern jährlich wechselnd gemäß der nachfolgenden Gliederung.

Gewählt wird in folgender Reihenfolge:

1. Vorsitzende (r)                                                 2. Vorsitzende (r)
Kassenwart (in)                                                           Schriftführer (in)
Hauptmann

b.)        Zum erweiterten Vorstand gehören neben den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes:

w           der Pressewart(in)
w           der 1. Fähnrich
w           der 2. Fähnrich

Die Wahl der Mitglieder des erweiterten Vorstandes erfolgt für ein Jahr. Im erweiterten Vorstand sollen nur Jugendliche und nicht verheiratete männliche Mitglieder vertreten sein.

§ 15           Vorstandsobliegenheiten

a.)        Dem geschäftsführenden Vorstand obliegt die Leitung des Vereins und die Verwaltung des Vereinsvermögens. Er ist in allen Angelegenheiten zuständig, soweit nicht die Mitgliederversammlung beschließt oder zuständig ist. Er faßt die erforderlichen Beschlüsse auf Vorstandssitzungen.

Der/die erste Vorsitzende oder sein(e) Stellvertreter(in) beruft die Vorstandssitzung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von drei Tagen ein. Er hat sie einzuberufen, wenn zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes es verlangen.

b.)        Der geschäftsführende Vorstand kann mit einer 3/5-Mehrheit seiner Mitglieder Beschlüsse fassen.

c.)        Der Gesamtvorstand (bestehend aus dem erweiterten Vorstand und dem Festausschuß) ist beschlußfähig, wenn mindestens sieben Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der anwesenden Mitglieder des Gesamtvorstands.

d.)        Die Beschlüsse sind zu protokollieren und vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen.

e.)        Der Vorstand entscheidet über Verstöße gegen das Gemeinschaftsleben im Verein. Er kann bei derartigen Verstößen folgende Strafen verhängen:

1.           Ermahnung
2.           Verweis
3.           Ausschluß aus dem Verein

Das betreffende Mitglied kann gegen die Entscheidung des Vorstandes den Ältestenrat anrufen.

f.)         Der Gesamtvorstand nominiert spätestens im November die Besetzung der Ämter des:

a.)           Prinzen
b.)           Kinderprinzen

Die Prinzenproklamation findet im November statt.

g.)        Der erweiterte Vorstand erläßt sich eine Geschäftsordnung, welche dann auch für den Vorstand und den Gesamtvorstand gelten soll.

§ 16           Vertretung des Vereins

Vorstand des Vereins im Sinne des § 26 BGB sind der/die Vorsitzende und der/die stellvertretende Vorsitzende. Beide Vorstandsmitglieder sind für sich allein vertretungsberechtigt.

§ 17     Der Festausschuß

Auf der Jahreshauptversammlung wird zu dem geschäftsführenden und dem erweiterten Vorstand ein Festausschuß gewählt. Dieser Festausschuß besteht aus fünf oder sieben Vereinsmitgliedern.

§ 18     Der Ältestenrat

a.)        Der Ältestenrat besteht aus einem Obmann und zwei Beisitzern. Er wird von der Jahreshauptversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Seine Mitglieder sollen das 30. Lebensjahr vollendet haben. Sie dürfen nicht dem Gesamtvorstand angehören.

b.)        Der Ältestenrat ist die letzte Beschwerdeinstanz der Mitglieder gegen Entscheidungen des Vorstandes im Sinne des § 10 bzw. § 15 Abs. e dieser Satzung. Er kann nach einer gesonderten Beratung mit dem geschäftsführenden Vorstand durch Abstimmung die ursprünglich getroffene Entscheidung widerrufen.

Stimmberechtigt sind dabei die Mitglieder des Ältestenrates sowie der/die erste und zweite Vorsitzende. Eine Stellvertretung ist nicht möglich.

c.)        Die Mitglieder des Ältestenrates sind berechtigt an den Sitzungen des Vorstandes, des Gesamtvorstandes und des Festausschusses ohne Stimmrecht teilzunehmen. Sie sind dabei berechtigt das Wort zu ergreifen.

d.)        Der Ältestenrat wird von seinem Obmann nach Bedarf einberufen.

e.)        Den Mitgliedern des Ältestenrates ist auf einer Mitgliederversammlung jederzeit das Wort zu erteilen.

§ 19           Vereinsämter

Die Vereinsämter sind Ehrenämter.

D.           Schlußbestimmungen

§ 20           Auflösung des Vereins

a.)        Die Auflösung des Vereins kann nur von der ordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Sie ist nur dann zulässig, wenn die ursprüngliche Tagesordnung der Einladung einen entsprechenden Tagesordnungspunkt enthält.

Der Beschluß bedarf der Zustimmung von 3/4 aller stimmberechtigten Mitglieder.

b.)        Das Vereinsvermögen fällt bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zweckes an die Gemeinde Wulften. Zur Verwendung des Vereinsvermögens durch die Gemeinde gelten die Bestimmungen des § 2 dieser Satzung.

§ 21           Inkrafttreten und Änderung der Satzung

a.)        Eine Änderung dieser Satzung kann nur durch Beschluß einer Mitgliederversammlung erfolgen. Die ursprüngliche Tagesordnung muß einen entsprechenden Tagesordnungspunkt enthalten.

Der Änderungsbeschluß bedarf der Zustimmung von 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

b.)        Diese Satzung ersetzt die Satzung vom 15. Mai 1993 und wird mit dem Zeitpunkt der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Herzberg rechtskräftig.

Wulften, 03. Mai 1997

Dietmar Ehrhardt                                                               Christian Heise

1. Vorsitzender                                                                  2. Vorsitzender

Fünf weitere Vereinsmitglieder:

Stefanie Mönnich
Matthias Mißling
Lars Müller
Dietmar Brakel
Stefan Rusteberg